Danke, danke, danke mal wieder für ein wunderbar persönliches Gespräch. Persönlich bin ich ja in einer FeG verortet. Hab aber viele Jahre in einem Kindergarten mit landeskirchlichem Träger gearbeitet. Hier im Rheinland wird ja Karneval ganz groß gefeiert. Auch in unserer Einrichtung. Wir hatten ein Geschwisterpaar, das aus einer Brüdergemeinde kam. Der Junge (6 Jahre) hat bei der Feier einen Heulkrampf bekommen und war kaum zu beruhigen. Es stellte sich heraus, dass er dachte, jetzt in die Hölle zu kommen, weil wir Karneval feierten. Meine Chefin war froh, eine Mitarbeiterin zu haben, die sich mir den Gepflogenheiten von „Freien“ Gemeinden auskennt. Ich hab mich um den Jungen gekümmert, bis er von seiner Mutter abgeholt wurde. Sie erklärte mir dann, dass der Vater sehr streng wäre und eigentlich nicht wollte, dass die Kindern bei der Karnevalsfeier mitmachten. Sie musste aber an dem Tag arbeiten und deswegen hätte sie die Kinder trotzdem gebracht. Die kl. Schwester (4Jahre) hatte übrigens keine Probleme mit dem Feiern. Sie fand es toll, auch wenn sie kein Kostüm hatte. Das ist jetzt fast 40 Jahre her und kam mir wieder in Erinnerung, als ich Kris‘ Erlebnis mit dem Mittagsschlaf hörte. Ich hoffe, dass der kl. Junge von damals in meiner Einrichtung auch so einen wunderbaren Weg zum befreienden Glauben wie Kris gefunden hat.
Seid ganz fett umsegnet, Miriam
Ich bin noch nicht ganz durch, aber es bewegt mich sehr, wie ähnlich meine Erfahrungen mit denen von Kris sind. Ich war zwei Jahre auf eine evangelikalen Bibelschule und habe Fragen gestellt („warum sind Worte von Paulus gleichbedeutend mit Worten von Jesus?“ „Warum muss ich Menschen erklären, dass sie Sünder sind, um das Problem dann lösen zu können“ und viele mehr), die niemand beantworten wollte/konnte. Ich bekam dagegen so viele Antworten auf Fragen, die ich nicht hatte. Was ich aber hatte war Angst, nicht genug für Gott zu tun. Ich musste mit Ende 20 viele Worthaus Vorträge und Hossa Talks anhören, um endlich meine Fragen beantwortet zu bekommen bzw sie offen stehen lassen zu können. Das war soooooo befreiend und ich finde es stark und bewundernswert, wie Kris seinen Weg geht und am Ende das Studium nicht abschließen kann.
Ich höre nur gelegentlich rein in die Talks und bin aber sehr oft bewegt, wie vielen es ähnlich ging und geht wie mir.
Danke lieber Klaus für deine Arbeit
3 Gedanken zu „#123 Kris Madarasz“
Danke, danke, danke mal wieder für ein wunderbar persönliches Gespräch. Persönlich bin ich ja in einer FeG verortet. Hab aber viele Jahre in einem Kindergarten mit landeskirchlichem Träger gearbeitet. Hier im Rheinland wird ja Karneval ganz groß gefeiert. Auch in unserer Einrichtung. Wir hatten ein Geschwisterpaar, das aus einer Brüdergemeinde kam. Der Junge (6 Jahre) hat bei der Feier einen Heulkrampf bekommen und war kaum zu beruhigen. Es stellte sich heraus, dass er dachte, jetzt in die Hölle zu kommen, weil wir Karneval feierten. Meine Chefin war froh, eine Mitarbeiterin zu haben, die sich mir den Gepflogenheiten von „Freien“ Gemeinden auskennt. Ich hab mich um den Jungen gekümmert, bis er von seiner Mutter abgeholt wurde. Sie erklärte mir dann, dass der Vater sehr streng wäre und eigentlich nicht wollte, dass die Kindern bei der Karnevalsfeier mitmachten. Sie musste aber an dem Tag arbeiten und deswegen hätte sie die Kinder trotzdem gebracht. Die kl. Schwester (4Jahre) hatte übrigens keine Probleme mit dem Feiern. Sie fand es toll, auch wenn sie kein Kostüm hatte. Das ist jetzt fast 40 Jahre her und kam mir wieder in Erinnerung, als ich Kris‘ Erlebnis mit dem Mittagsschlaf hörte. Ich hoffe, dass der kl. Junge von damals in meiner Einrichtung auch so einen wunderbaren Weg zum befreienden Glauben wie Kris gefunden hat.
Seid ganz fett umsegnet, Miriam
Ich bin noch nicht ganz durch, aber es bewegt mich sehr, wie ähnlich meine Erfahrungen mit denen von Kris sind. Ich war zwei Jahre auf eine evangelikalen Bibelschule und habe Fragen gestellt („warum sind Worte von Paulus gleichbedeutend mit Worten von Jesus?“ „Warum muss ich Menschen erklären, dass sie Sünder sind, um das Problem dann lösen zu können“ und viele mehr), die niemand beantworten wollte/konnte. Ich bekam dagegen so viele Antworten auf Fragen, die ich nicht hatte. Was ich aber hatte war Angst, nicht genug für Gott zu tun. Ich musste mit Ende 20 viele Worthaus Vorträge und Hossa Talks anhören, um endlich meine Fragen beantwortet zu bekommen bzw sie offen stehen lassen zu können. Das war soooooo befreiend und ich finde es stark und bewundernswert, wie Kris seinen Weg geht und am Ende das Studium nicht abschließen kann.
Ich höre nur gelegentlich rein in die Talks und bin aber sehr oft bewegt, wie vielen es ähnlich ging und geht wie mir.
Danke lieber Klaus für deine Arbeit
Sehr gerne, Hanna! Danke dir sehr für deine Nachricht! Beste Wünsche und alles Liebe!