#129 Elisabeth Boodes
Elisabeth Boodes wächst in einem christlich-konservativen Umfeld auf. Sie fühlt sich wohl in ihren Kreisen, entdeckt aber schon früh ihre rebellische Ader. Als ihr klar wird, dass sie sich zum gleichen Geschlecht hingezogen fühlt, steht sie vor einem Dilemma: Homosexualität gilt in ihrer Kirchengemeinde und darüber hinaus als Sünde – und davon ist sie zu diesem Zeitpunkt selbst überzeugt.
Es beginnt ein jahrelanger innerer Kampf in einem dogmatisch geprägten Umfeld. Durch intensives Bibelstudium setzt sie sich mit fundamentalen Fragen auseinander: Ist Homosexualität wirklich eine Sünde? Was bedeutet Sünde überhaupt? Und wie passt das mit Gottes bedingungsloser Liebe zusammen? Dann der Schock: Durch eine ehemals gute Freundin wird sie ohne ihr Wissen und gegen ihren Willen fremdgeoutet. Elisabeth muss ihre Gemeinde verlassen. Zwei Jahre später erscheint ihr Buch „Gnade ist immer trotzdem“, das für sie zum endgültigen Befreiungsschlag und Wendepunkt wird.
Heute ist Elisabeth glücklich verheiratet. Gemeinsam lebt das Paar eine herzensfrohe Frömmigkeit – auch wenn es bis heute herausfordernd ist, sich offen als lesbische Frauen in Gesellschaft und Kirche zu zeigen. Genau darum ist es so wichtig, dass diese Geschichten erzählt werden!




