#042 Andi Weiss

Andi Weiss
#042 Andi Weiss – Teaser

2 Gedanken zu „#042 Andi Weiss

  1. Danke ihr zwei, für die Impulse, über grüne und rote Schalter nachzudenken.
    Und danke, dass ich durch eure Impulse wieder dazu komme, meinem kleinem Glaubensbekenntnis noch einmal nachzuspüren
    – Auch ich glaube nicht an einen Gott, der nach Lust und Laune oder aus unerfindlichen Gründen, den Aus-Schalter betätigt.
    – Ich glaube ebenfalls nicht, dass Gott uns auf die Probe stellt. Deshalb komme ich auch nur schlecht damit zurecht, im Vaterunser zu beten, ER möge uns nicht in Versuchung führen … SO SEHE UND ERLEBE ICH IHN NICHT! Ich bete stattdessen (meist still) „und führe uns durch die Versuchung!“ Das erscheint mir stimmiger.
    – Auch ich glaube, weil ich IHN schon häufiger so erlebt habe, an einen Gott, der, auch wenn ich nicht verstehe und Zweifel habe, da ist, die Herausforderungen mit mir und manchmal auch mich aushält, mich nicht auf mein Gestern festlegt und mich neu beginnen lässt.
    – Ja, Gott möchte mit mir ins persönliche Gespräch kommen. Das Zitat (von wem war das auch noch?) „Gott ist der Gesprächspartner meiner intimsten Selbstgespräche“ hat mich sofort abgeholt – das ist meine Art der Kommunikation (meist in schriftlichen Dialogen), mein ganz persönliches mit-Gott-sein.
    – Ich glaube an einen liebenden Gott, der mich mit meinen Schwächen annimmt und sich über meine Wandlung freut (danke für die Definition von „sich verwandeln dürfen“, statt sich verändern müssen!) Ich habe, frei von kirchlicher Prägung (und der oft dazugehörenden schwarzen Pädagogik) und in einer tiefen Krise, Gott für mich entdecken dürfen und bin ihm über die künstlerische Auslegung von Bibelversen „auf die Spur“ gekommen. Sehr erfüllend, auch weil es schöpferisch ist und ich es weitergeben darf.
    By the Way: Wir wären uns fast einmal persönlich begegnet (also Andi und ich) Ich erinnere mich, dass ich dich mal zu einem Konzert in Molbergen angefragt habe – kann nicht mehr genau sagen, warum es nicht zustande gekommen ist … nun also hier eine fast persönliche Begegnung.

    Danke für das Teilen eurer Gedanken!
    Auf dem Weg und mit Herzensgrüßen
    Imke

  2. Danke, liebe Imke, dass du viele meiner Gedanken bereits niedergeschrieben hast – das kürzt mein Geschreibsel ab 😉 …..

    Tolles, wertvolles, ermutigendes Gespräch – danke, Ihr zwei!
    Auch mit viel Lachen 😀 ….. tut richtig gut!

    Das Einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre gewesen, dass ihr an der Stelle, als ihr den „ohnmächtigen Gott“ erwähnt, dies noch ein bisschen intensiver miteinander besprochen hättet…. denn wenn Gott eben NICHT derjenige ist, der „gewisse Schalter betätigt“ (was ich ebenso wenig glaube wie ihr) – wer oder was entscheidet denn dann über „unser Schicksal“? Der Zufall….? Eine Verkettung (un-)glücklicher Umstände…..? Unsere eigenen (Fehl-)Entscheidungen….? Oder ein bisschen was von alledem….? – Natürlich erwarte ich von euch keine Antwort auf diese unbeantwortbare Frage. Aber, eben…. ein bisschen mehr Austausch darüber hätte mich gefreut…..
    Übrigens wollte ich noch hinzufügen, dass es sehr wohl auch Christen gibt, die es unbedingt „brauchen“, an einen Gott zu glauben, der der Auslöser von allem Guten UND Schlechten ist! Ich kenne Eltern, die den „Super-GAU“ schlechthin erlebt haben – ein Kind zu verlieren – und sich eisern an die Vorstellung geklammert haben, dass Gott „in seiner Weisheit beschlossen hat, ihr Kind zu sich zu nehmen“…. – Auch wenn ich diese Vorstellung nicht teile, so kann ich doch verstehen, wie man inmitten größtmöglicher Verzweiflung und Trauer nicht anders glauben KANN als SO. In einem Fall kam es sogar zu einem Gemeindeaustritt, weil der Pastor es nicht so sehen konnte….. und die Eltern darüber sehr „erbost“ waren. Es sind also nicht immer „die anderen“, die einem bestimmte Glaubensformen aufzwingen – manchmal gelangen Menschen durch ihre eigene Geschichte zu dieser oder jener Haltung und Einstellung…..

    W a s nun genau w i e ist oder eben auch nicht (und warum und wozu), werden wir diesseits des Himmels nicht entschlüsseln können.
    Aber – schöne Schlusspassage (und Lied): „Jenseits von Richtig und Falsch gibt es einen Ort – und dort treffen wir uns.“ G e n a u !!

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