#027 Susanne Ospelkaus

Susanne Ospelkaus
#027 Susanne Ospelkaus – Teaser

2 Gedanken zu „#027 Susanne Ospelkaus

  1. Lieber Klausa!
    Wie wunderbar berührend – tief und mitfühlend, manchmal nach Worten suchend – danke für dieses Gespräch!
    Wer schon einmal durch diese Tiefen gegangen ist, weiß, dass es nicht auf alle Fragen eine Antwort gibt – und dennoch sind wir getragen, auch wenn wir es nicht erklären können.
    Danke auch für dieses Erinnern und Nachspüren. Und für die Offenheit von euch beiden!

    Herzensgrüße
    Imke

  2. Du sprichts (schreibst) mir aus der Seele, liebe Imke.

    Ein Gespräch, das eigentlich j e d e r Mensch hören sollten, denn Susanne hat recht, wenn sie sagt (und es auch erklärt), dass j e d e r Mensch früher oder später Trauererfahrungen macht.

    Diese Sätze haben sich mir am meisten eingeprägt:

    „Die Trauer ist vor allem aufdringlich.“ – „Die Trauer meint es gut mit uns.“
    (Klingt – flüchtig und oberflächlich betrachtet – erst mal wie ein Widerspruch.
    Aber ihr beide erklärt diese Ambivalenz in eurem Gespräch sehr einleuchtend und nachvollziehbar.)

    „Die Erinnerung verändert sich (im Laufe der Jahre) ….“
    (Das kann es auch anders herum geben als bei Susanne (auf ihre Ehe bezogen) – mit genügend zeitlichem Abstand (nach einer Trennung) .. und der dafür nötigen Aufrichtigkeit … kann man sich irgendwann auch an einige schöne Momente (in einer insgesamt sehr unglücklichen Ehe/Beziehung) erinnern….)

    „Humor funktioniert nur, weil es ein Gefälle gibt zwischen Tragik und Komik.“

    „Das Unglück tobte sich aus bei uns.“

    „Gott ist nicht abrufbar/nicht verfügbar – und trotzdem will ich ihn nicht loslassen, weil ich mich auf unerklärliche Weise getragen fühle.“

    „Was man in besonders kritischen Momenten für absurde Gedanken und Gefühle haben kann….“

    „Die Trauer als Person, mit der man „Dates“ vereinbaren kann, damit sie einen nicht pausenlos plagt….“

    (Die beste Trauerbegleitung:) „Sei bei mir…. und sei normal. Es reicht schon, wenn i c h kompliziert bin….“

    „Hilf mir zu verstehen, was meine Tränen gerade bedeuten….“

    „Fragen helfen“ (um Orientierung inmitten von Verwirrung zu erhalten).

    „Wundere dich nicht, wenn ich beides gleichzeitig tun kann: Lachen und weinen.“

    „Mich ermüden die Gläubigen, die auf alles eine Antwort haben. Bei den Suchenden und Zweifelnden fühle ich mich wohl….“ (Ich auch 🙂 ! Denn auch wenn dieses Fragen und Zweifeln manchmal ziemlich mühsam und belastend sein kann….. wird der Glaube dadurch lebendig(er) und die Beziehung zu Gott tiefer.)

    „Wir brauchen Ausdrucksformen für unsere Trauer. Wenn wir mit ihr ins Gespräch kommen, meint sie es gut mit uns……! (Worin ich nicht mit Susanne übereinstimme, ist, dass j e d e r Mensch diese Form der Trauerbewältigung lernen kann. Dazu braucht es ein gewisses Maß an Selbstreflexion, Sensibilität und Aufrichtigkeit…. und das hat meiner Erfahrung nach nicht jeder (und kann auch nicht jeder lernen). Ist leider so…..

    Ich kann Susannes Buch „Meine Reise durch das Trauerland“ wirklich empfehlen. Habe es im Frühjahr bei einer Freundin auf dem Tisch liegen sehen, mir ausleihen dürfen….. und wurde sehr berührt (obwohl meine Verlust- und Trauererfahrungen ganz andere sind).

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