diese Folge mit dir hat mich sehr berührt. Vielen Dank für dein ehrliches Erzählen.
Wie traurig, ja eigentlich tragisch, wie tief zerstörerische Glaubenssätze und Gottesbilder eingeschrieben sein können. Dass sogar immer noch so ein Restzweifel bleibt, ob du nicht „falsch“ bist.
Manchmal heißt es, dass Missbrauch und Ausgrenzung ja nicht nur in religiösen, sondern auch in anderen Gruppen stattfindet, in der Schule, in Sportvereinen, in der Politik. Und klar ist es immer schmerzhaft, wenn man aus einer Gemeinschaft fällt oder ausgeschlossen wird. Aber die Dimension eines religiösen Traumas ist nochmal eine ganz andere, dass nämlich ein Gottesbild „eingepflanzt“, wie du es nennst, wurde, das noch so lange nachwirken kann, auch wenn man die Gemeinschaft schon längst verlassen hat. Das ist wie ein verlängerter Arm, wie eine innere Instanz, die immer und immer noch weiter verurteilt, und die oft schon eingepflanzt wurde, noch bevor ein Kind selbstständig denken konnte.
Ich freue mich so mit dir, dass du es geschafft hast, deinen eigenen Weg zu gehen! Und dass du mit 60 endlich so leben konntest, wie du es dir immer gewünscht hast, dein „studentisches Ich“ nachholen. Wie schön.
Was mir besonders gut gefallen hat an dieser Folge: dass du nicht alles in Wohlgefallen und versöhnlicher Milde auflöst, sondern bei der Wut bleibst. Eine Wut, die gerechtfertigt ist und dich wahrscheinlich wachsam bleiben lässt und davor bewahrt, dich wieder um der Zugehörigkeit willen selbst zu verraten. Das finde ich ganz stark. Dass deine Wut auch aus der Empathie kommt, weil „es bitte nicht noch einem Menschen so gehen soll wie mir.“
Als Mutter eines non – binären (erwachsenen) Kindes danke ich dir sehr für diesen öffentlichen Wut-Mut!
Ein Gedanke zu „#130 Ute Trentmann“
Liebe Ute,
diese Folge mit dir hat mich sehr berührt. Vielen Dank für dein ehrliches Erzählen.
Wie traurig, ja eigentlich tragisch, wie tief zerstörerische Glaubenssätze und Gottesbilder eingeschrieben sein können. Dass sogar immer noch so ein Restzweifel bleibt, ob du nicht „falsch“ bist.
Manchmal heißt es, dass Missbrauch und Ausgrenzung ja nicht nur in religiösen, sondern auch in anderen Gruppen stattfindet, in der Schule, in Sportvereinen, in der Politik. Und klar ist es immer schmerzhaft, wenn man aus einer Gemeinschaft fällt oder ausgeschlossen wird. Aber die Dimension eines religiösen Traumas ist nochmal eine ganz andere, dass nämlich ein Gottesbild „eingepflanzt“, wie du es nennst, wurde, das noch so lange nachwirken kann, auch wenn man die Gemeinschaft schon längst verlassen hat. Das ist wie ein verlängerter Arm, wie eine innere Instanz, die immer und immer noch weiter verurteilt, und die oft schon eingepflanzt wurde, noch bevor ein Kind selbstständig denken konnte.
Ich freue mich so mit dir, dass du es geschafft hast, deinen eigenen Weg zu gehen! Und dass du mit 60 endlich so leben konntest, wie du es dir immer gewünscht hast, dein „studentisches Ich“ nachholen. Wie schön.
Was mir besonders gut gefallen hat an dieser Folge: dass du nicht alles in Wohlgefallen und versöhnlicher Milde auflöst, sondern bei der Wut bleibst. Eine Wut, die gerechtfertigt ist und dich wahrscheinlich wachsam bleiben lässt und davor bewahrt, dich wieder um der Zugehörigkeit willen selbst zu verraten. Das finde ich ganz stark. Dass deine Wut auch aus der Empathie kommt, weil „es bitte nicht noch einem Menschen so gehen soll wie mir.“
Als Mutter eines non – binären (erwachsenen) Kindes danke ich dir sehr für diesen öffentlichen Wut-Mut!
Liebe Grüße,
Claudia